Das staatliche Ölunternehmen Saudi-Arabiens, Aramco, hat einen operativen Plan zur Ausfuhr von etwa 60 Millionen Barrel Rohöl vom Terminal "Ras Tanura" im Persischen Golf für die Monate September und Oktober erstellt. Diese Lieferungen werden anstelle eines direkten Transfers vom Roten Meer über Ship-to-Ship-Transfer-Operationen an den Küsten von "Sohar" in Oman versendet.
Details der Ship-to-Ship-Transfer-Operationen
Bei den Ship-to-Ship-Transfer-Operationen wird Öl von einem riesigen Tanker (Mother Vessel) auf kleinere Tanker im Hafen übertragen, um das Entladen in Häfen mit geringerem Tiefgang oder das Management der Lieferkette in Notfallsituationen zu ermöglichen. Diese Maßnahme wird insbesondere ergriffen, um den Rückgang der Ölexporte vom Terminal "Yanbu" im Roten Meer auszugleichen, das nach Angriffen auf die "Ost-West-Pipeline" von Betriebsunterbrechungen betroffen war.
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Auswirkungen auf den Markt und die Käufer
Diese Angebotssteigerung hat ein tägliches Durchschnittsvolumen von 1 bis 1,5 Millionen Barrel erreicht, was eine ähnliche oder leicht höhere Zahl als im August darstellt. Berichten zufolge ist der weltweite Ölpreis am Freitag um mehr als 1 Dollar pro Barrel gefallen, nachdem Saudi-Arabien versucht hat, 50 Prozent der Kapazität dieser Pipeline wiederherzustellen und die Lieferungen an asiatische Kunden aufrechtzuerhalten.
Handelsquellen haben erklärt, dass chinesische und südkoreanische Raffinerien die Hauptabnehmer dieser sofortigen Lieferungen sind, während ein Teil des Volumens auch nach Indien und Japan gesendet wird. Angesichts der faktischen Schließung der Straße von Hormuz und der Kontrolle von Bab al-Mandab durch die Huthis haben einige Golfstaaten den Transfer im Schatten von Ölbarrels als eine Strategie zur Umgehung der Blockade gewählt.
Obwohl diese Maßnahme den asiatischen Käufern (China, Südkorea, Indien und Japan) die Energiesicherheit garantiert, hat sie zu Druck auf die Seetransportmärkte geführt. Der japanische Ölverband (PAJ) hat betont, dass die Raffinerien des Landes ausreichende Vorräte bis November bereitgestellt haben. Shunichi Kito, der Präsident dieses Verbands in Tokio, wies darauf hin, dass diese Maßnahmen zur Deckung zukünftiger Bedürfnisse beitragen könnten.
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