Die Proteste gegen die Entscheidung der syrischen Regierung zur Erhöhung der Kraftstoffpreise setzten sich am Montag in mehreren Städten und Provinzen des Landes fort. Die Protestversammlungen fanden statt, während die Menschen seit Sonntag nach der Ankündigung der Preiserhöhungen auf die Straßen gingen und ihre Besorgnis über die Auswirkungen dieser Entscheidung auf die Lebenshaltungskosten äußerten.
Details zur Erhöhung der Kraftstoffpreise
Am Samstag veröffentlichte das Ministerium für Energie Syriens eine neue Preisliste für Ölprodukte, die ab Sonntag in Kraft trat. Laut dieser Liste stieg der Preis für Diesel um 40 Prozent auf 175 syrische Pfund (1,31 Dollar) pro Liter, während der Preis für Benzin um etwa 28 Prozent teurer wurde. Das Ministerium für Energie erklärte, dass diese Erhöhungen vorübergehend seien und von den globalen Marktpreisen abhängen.
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Am Sonntag gingen Hunderte von Menschen in den Städten Aleppo, Idlib, Hama, Daraa, Raqqa, Deir ez-Zor und Hasaka auf die Straßen und begannen mit den Protesten. In sozialen Medien veröffentlichte Videos zeigten, dass die Demonstranten Reifen verbrannten und von den Sicherheitskräften Erklärungen zu den Auswirkungen dieser Entscheidung auf ihr Leben forderten.
Soziale und wirtschaftliche Folgen
In einigen Städten blockierten die Demonstranten die Hauptstraßen, einschließlich der Autobahn, die Hasaka mit Deir ez-Zor verbindet, um den Durchgang von Tanklastwagen zu verhindern. Auch im Umland von Damaskus traten Minibusfahrer aufgrund der Preiserhöhungen in den Streik, was zu Verkehrsbehinderungen und erhöhtem Verkehr auf den Straßen führte.
Laut Informationen, die von der offiziellen syrischen Nachrichtenagentur veröffentlicht wurden, stieg der Preis für einen Liter 95-Oktan-Benzin von 152 Pfund (1,14 Dollar) auf 195 syrische Pfund (1,46 Dollar) und der Preis für einen Liter 90-Oktan-Benzin von 147 Pfund (1,10 Dollar) auf 185 syrische Pfund (1,38 Dollar).
Die Dieselpreiserhöhung von 40 Prozent stellt den größten Anstieg dar, und der Preis für einen Liter erreichte 175 syrische Pfund (1,31 Dollar). Diese Situation hat ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Lebenshaltungskosten und deren Auswirkungen auf verschiedene Gesellschaftsschichten verstärkt.
Diese Proteste gelten als eine der größten Versammlungen seit der Absetzung von Bashar al-Assad im Dezember 2024. Syrien hat seit der Absetzung von Assad sporadische Proteste erlebt, die Versammlungen der Druzen-Gemeinschaft in der Provinz Suweida im Januar 2025 und Proteste der Alawiten in der Küstenprovinz Latakia im selben Jahr umfassen. Dennoch sind die jüngsten Proteste hauptsächlich auf die steigenden Lebenshaltungskosten zurückzuführen und stehen nicht im Zusammenhang mit politischen oder religiösen Forderungen.
Das Ministerium für Energie Syriens hat die Preiserhöhungen mit den gestiegenen globalen Kosten für Ölprodukte und der Verringerung der inländischen Raffineriekapazität in Verbindung gebracht. Die Raffinerie von Baniyas, die größte Raffinerie Syriens, ist seit Juli inaktiv und wird voraussichtlich noch etwa zwei Monate geschlossen bleiben, was den Bedarf des Landes an Importen von Ölprodukten erhöht.
Die syrische Regierung unter der Leitung von Ahmad al-Shara versucht, die durch den Krieg und die Sanktionen zerstörte Energieindustrie wieder aufzubauen und die Abhängigkeit von Importen zu verringern. Dennoch ist das Land weiterhin auf ausländisches Öl angewiesen und anfällig für regionale und globale Schwankungen. Die globalen Ölpreise stiegen am Montag um 4,59 Prozent auf 109,30 Dollar pro Barrel.
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