Die dringende Sitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen über die Entwicklungen im Jemen und die Straße von Bab al-Mandab fand am Dienstag, den 15. September 2026 (24. Schahrivar) statt. In dieser Sitzung untersuchten die Vertreter verschiedener Länder die sicherheitspolitische Lage im Jemen, insbesondere im Hinblick auf die maritime Schifffahrt und die anhaltenden Spannungen in dieser Region.
Unterschiedliche Ansätze im Sicherheitsrat
In dieser Sitzung betonten die Vertreter Russlands und Chinas die Notwendigkeit der Zurückhaltung und der Spannungsreduktion und forderten die Wiederaufnahme der politischen Verhandlungen. Im Gegensatz dazu wiederholten die Vertreter der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten Anschuldigungen gegen die Ansarollah im Jemen und gegen den Iran und betonten die Notwendigkeit, die Angriffe zu stoppen und die Sicherheit der Schifffahrt zu gewährleisten.
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Wassili Nebenzia, der Botschafter und Vertreter Russlands bei den Vereinten Nationen, wies in seinen Äußerungen auf die besorgniserregende militärische und politische Lage im Jemen hin und erklärte: „Dieses Land erlebt eine der schwersten Phasen der Eskalation in den letzten Jahren.“ Er verwies auch auf den Vormarsch der Houthi (Ansarollah) und fügte hinzu, dass dieser Vormarsch auf heftigen Widerstand der Kräfte, die den offiziellen jemenitischen Behörden angehören, gestoßen sei.
Besorgnis über die maritime Schifffahrt
Nebenzia stellte klar, dass die laufenden Konflikte allmählich über die nationalen Grenzen des Jemen hinausgreifen und Auswirkungen auf den gesamten Nahen Osten haben. Er betonte die Bedeutung einer freien und sicheren Schifffahrt im Roten Meer und der Straße von Bab al-Mandab und sagte: „Eine freie und sichere Schifffahrt in diesem Teil der Welt ist entscheidend für die Gewährleistung eines ununterbrochenen Transports von Handels- und humanitären Gütern.“
Der russische Botschafter forderte auch die Führung der Ansarollah auf, von jeglichen bedrohlichen Maßnahmen gegen Handelsschiffe abzusehen und stattdessen den Verhandlungsweg wieder einzuschlagen. Er bat die Mitglieder des Sicherheitsrats, ihre Ruhe zu bewahren und überstürzte Maßnahmen zu vermeiden.
San Li, der Botschafter und Vertreter Chinas, wies ebenfalls auf die Eskalation der Spannungen im Jemen hin und betonte die Achtung der Souveränität des Jemen und Saudi-Arabiens. Er forderte eine stärkere Rolle der Golfstaaten bei der Vermittlung und dem Aufbau einer neuen Sicherheitsarchitektur für den Nahen Osten.
Jennifer Loosta, die Vertreterin der Vereinigten Staaten, setzte ihre Anschuldigungen gegen den Iran fort und forderte ein Ende der Fortschritte der Ansarollah sowie die effektive Umsetzung der Resolutionen des Sicherheitsrats. Kate Foster, die stellvertretende ständige Vertreterin Großbritanniens bei den Vereinten Nationen, wies ebenfalls auf die fortgesetzten Angriffe der Ansarollah auf Saudi-Arabien hin und bezeichnete diese Maßnahmen als eine ernsthafte Bedrohung für die internationale Schifffahrt und die regionale Stabilität.
Diese Sitzung spiegelt die komplexen Herausforderungen wider, die im Bereich der maritimen und politischen Sicherheit im Jemen und im Nahen Osten bestehen, und verdeutlicht die Notwendigkeit von Zusammenarbeit und Verhandlungen, um nachhaltige Lösungen zu erreichen.
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