Der Präsident des Libanon, Joseph Aoun, erklärte in einem exklusiven Gespräch, dass sein Land ein Sicherheitsabkommen mit Israel anstrebt, vorausgesetzt, dieses Land zieht sich aus dem Süden Libanons zurück. Aoun betonte auch, dass der Libanon entschlossen ist, die Hisbollah zu entwaffnen, dies jedoch ohne Rückgriff auf Konflikte geschehen muss.
Notwendigkeit der Schaffung neuer Kräfte zur Verhinderung eines Sicherheitsvakuums
Aoun sagte vor seiner Reise nach Frankreich, dass der Libanon die Notwendigkeit neuer Kräfte, sowohl europäischer als auch nicht-europäischer, sieht, um ein Sicherheitsvakuum nach dem Rückzug der UN-Friedenstruppen aus dem Süden Libanons zu verhindern. Diese Kräfte sollten nach dem Ende ihrer Mission Ende dieses Jahres vorübergehend in der Region präsent sein.
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Er bat die Vereinigten Staaten, die Europäische Union und arabische Länder, die libanesische Armee während ihrer Stationierung im Süden zu unterstützen. In Paris wird Aoun an einem Treffen teilnehmen, das von Emmanuel Macron ausgerichtet wird und an dem Abdullah II., der König von Jordanien, teilnimmt, um die internationale Unterstützung für die libanesische Armee zu stärken.
Betonung von Verhandlungen statt Krieg
Der Präsident des Libanon stellte auch fest, dass jedes Sicherheitsabkommen mit Israel so gestaltet sein sollte, dass es zu einem Ende der Feindseligkeiten und zur Stationierung der libanesischen Armee an den Grenzen führt. Er wies darauf hin, dass dieses Abkommen eine Grundlage für ein zukünftiges Friedensabkommen sein könnte, aber man könne nicht direkt Frieden erreichen.
Aoun stellte klar: "Wir haben keine Wahl, außer zu verhandeln, denn die andere Option ist Krieg, der für uns sehr kostspielig wäre." Er betonte auch, dass die arabischen und europäischen Partner, zusammen mit den Vereinigten Staaten und den Freunden des Libanon, die Verantwortung übernehmen sollten, die Armee zu unterstützen und die libanesische Regierung zu stärken.
Schließlich betonte Aoun, dass der Libanon entschlossen ist, die Hisbollah zu entwaffnen, und dass diese Entscheidung "weder verhandelbar noch diskutierbar" ist. Er betonte jedoch, dass das Ziel dieser Maßnahme nicht ein Konflikt ist: "Wir sind entschlossen, dieses Problem friedlich zu lösen."
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