Ed Sheeran steht nach dem Druck durch den Gaza-Krieg vor ernsthaften Herausforderungen in seiner beruflichen Laufbahn und seinem öffentlichen Image. Der britische Sänger hat eine Woche lang versucht, seine geplante "Loop"-Tour vor dem Konzert am Samstag zu retten und die Kritik zu managen.
Druck auf Ed Sheeran und soziale Kritik
Sheerans Probleme begannen, als sein Rap-Freund Macklemore während seiner Auftritte bei Sheerans Konzerten in New Jersey die Rechte der Palästinenser unterstützte. Nachdem Macklemore unter Druck der Stadionbesitzer in den USA aus den folgenden Konzerten entfernt wurde, richtete sich die Kritik gegen Ed Sheeran. Kritiker warfen ihm vor, sich nicht für seine Freundschaft einzusetzen und in Bezug auf die Gaza-Angelegenheiten zu schweigen.
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In diesem Zusammenhang schrieb Finneas, der Bruder von Billie Eilish, in den sozialen Medien: "Künstler sollten nicht schweigen, wenn sie für die Unterdrückten sprechen." Auch Billy Bragg, ein britischer Sänger und Songwriter, riet Sheeran, seine Tour abzusagen.
Die Auswirkungen der Gaza-Krise auf die Musikindustrie
Die palästinensische Gruppe PACBI, die sich für ein kulturelles Boykott Israels einsetzt, forderte Ed Sheeran auf, Macklemore wieder auf die Tour zu holen. Diese Gruppe fügte hinzu: "Bis dies geschieht, fordern wir Künstler, das Publikum und, wenn möglich, die Tourmitarbeiter auf, sich von dieser Tour zu distanzieren."
Neil March, Musikschriftsteller und Dozent am London Contemporary Music Institute, erklärte, dass Ed Sheeran über die Macht und Position verfügt, um sich mit diesem Thema zu befassen. Er fügte hinzu: "Sheeran ist jemand, der in dieser Hinsicht Veränderungen bewirken könnte, aber in der Praxis hat er das nicht getan."
Nach dem israelischen Angriff auf Gaza im Oktober 2023 ist die Frage der Rechte der Palästinenser zu einem der Hauptthemen in der Unterhaltungsindustrie geworden. Von den Oscars bis zu den Musikpreisen ist der Gaza-Krieg zu einem herausragenden Thema geworden, und viele prominente Persönlichkeiten haben sich dazu geäußert. Julie Norman, Professorin am University College London, erklärte, dass "die Frage Palästinas jetzt mehr im Fokus steht als je zuvor."
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