Frankreich und Irak betonten während des jüngsten Besuchs des irakischen Ölministers, Zaki Zidi, in Paris die Diversifizierung der Öl- und Gasexportwege im Nahen Osten. Diese Maßnahme erfolgt als Antwort auf die Instabilitäten, die aus den Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran resultieren.
Details von Zidies Reise nach Frankreich
Zidi unternahm seine erste Reise nach Europa nach seiner Ernennung zum Ölminister im Mai und wird auch nach Berlin reisen. In diesem Treffen diskutierte er mit französischen Beamten über die aktuelle Lage im Nahen Osten und deren Auswirkungen auf den Energiemarkt. Die jüngsten Entwicklungen in dieser Region, insbesondere die Kontrolle der vom Iran unterstützten Houthi-Truppen über die Straße von Bab al-Mandab und deren Einfluss auf die Ölpreise, stellen neue Herausforderungen für die Ölexportländer dar.
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Energie- und Verteidigungsvereinbarungen
In diesem Treffen unterzeichnete das französische Energieunternehmen TotalEnergies eine Vereinbarung über die Lieferung von Flüssigerdgas mit dem Irak, und es wurden auch andere Energieprojekte diskutiert. Patrick Pouyanné, CEO von TotalEnergies, erklärte die Bereitschaft des Unternehmens zur Zusammenarbeit mit dem Irak im Bereich Öl und Energie und sagte, dass das Unternehmen beabsichtigt, seine Investitionen im Irak von 12 Milliarden Dollar auf 16 Milliarden Dollar zu erhöhen.
Zusätzlich zur Energiekooperation haben die beiden Länder auch die Verteidigungszusammenarbeit gestärkt und einen strategischen Fahrplan für den Kauf französischer Militärgeräte unterzeichnet. Diese Maßnahme wird dem Irak helfen, seine Streitkräfte zu modernisieren und seine staatlichen Kapazitäten zu stärken.
Außerdem unterzeichnete das französische Unternehmen Harmattan AI eine Vereinbarung mit dem irakischen Verteidigungsministerium über automatisierte Luftverteidigungssysteme. Mehrere weitere Vereinbarungen im Bereich Entwicklungszusammenarbeit, Ausbildung, zivile Luftfahrt und Strominfrastruktur wurden ebenfalls unterzeichnet.
Diese Vereinbarungen zeigen den ernsthaften Willen beider Länder, die Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen auszubauen und die Sicherheit und Stabilität in der Region Naher Osten zu betonen. Angesichts der bestehenden Herausforderungen können diese Kooperationen zur Stärkung der wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Resilienz beider Länder beitragen.
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