Esma'il Baqai, Sprecher des Außenministeriums, erklärte, dass das Muscat-Treffen nicht auf Anfrage Saudi-Arabiens abgehalten wurde und das Abkommen zwischen Iran und Oman über die Sicherung der Schifffahrtswege und verwandte Fragen der Souveränität der beiden Küstenstaaten finalisiert wurde. Baqai betonte, dass Teheran in Absprache mit Muscat über die Art und Weise der Bekanntgabe oder Registrierung dieses Abkommens entscheiden wird.
Diplomatische Bemühungen im Persischen Golf
Im Zuge dieser Entwicklungen diskutierten die Außenminister von Oman und Kuwait in einem Treffen über die Stärkung der regionalen Sicherheit und Stabilität sowie die Gewährleistung der Sicherheit und Freiheit der Schifffahrt im Hormuskanal. Diese Gespräche finden unter den Bedingungen statt, dass der Hormuskanal als einer der strategischen Schifffahrtswege der Welt anerkannt wird und jede Störung dort weitreichende Folgen für die Energiesicherheit und den globalen Markt haben kann.
Mehr lesen: Übung „Nationale Flagge 2“ in Kuwait und Stärkung der Sicherheitskooperationen
Rückgang der Schiffsbewegungen im Hormuskanal
Erste Daten der Schifffahrt zeigen, dass die Anzahl der durch den Hormuskanal fahrenden Frachtschiffe am Wochenende auf einen einstelligen Wert pro Tag gesunken ist. Dies geschieht, während im Durchschnitt der letzten 10 Tage 14 Schiffe pro Tag gemeldet wurden. Dieser Rückgang der Schiffsbewegungen könnte ein Zeichen für Sicherheitsbedenken und deren Auswirkungen auf den Energiemarkt sein.
Auf dem Energiemarkt stieg der Preis für Brent-Öl um mehr als 4 Dollar auf 108,65 Dollar pro Barrel. Gleichzeitig haben Berichte über Störungen in der Ost-West-Pipeline Saudi-Arabiens und mögliche Rückgänge der Ölexporte dieses Landes die Bedenken über das globale Energieangebot verstärkt. Diese Entwicklungen könnten ernsthafte Auswirkungen auf die globalen Ölpreise und die Energiesicherheit haben.
Russlands Warnung vor Instabilität
Russland warnte ebenfalls vor einer Verschlechterung der Bedingungen auf dem globalen Ölmarkt aufgrund der Instabilität im Persischen Golf. Dmitri Peskow, Sprecher des Kremls, erklärte, dass die Störung in der Pipeline Saudi-Arabiens allein mehr als 4 Prozent des globalen Angebots betroffen hat. Angesichts dieser Umstände hat Moskau ein Exportverbot für Ölprodukte verhängt, um die inländische Versorgung zu gewährleisten.
Saudi-Arabiens Gespräche mit Centcom
In der Zwischenzeit berichtete die offizielle Nachrichtenagentur Saudi-Arabiens über ein Treffen von Mohammed bin Salman, dem Kronprinzen des Landes, mit Generalmajor Kenneth McKenzie, dem Kommandeur von Centcom, in Dschidda. In diesem Treffen diskutierten die beiden Seiten über die neuesten Entwicklungen in der Region und die bilateralen Beziehungen. Diese Art von Gesprächen zeigt die Bedeutung militärischer und sicherheitspolitischer Kooperationen in der Region, die zur Verringerung von Spannungen und zur Erhöhung der Sicherheit beitragen kann.
Infolgedessen spiegeln die jüngsten Entwicklungen im Hormuskanal und anderen Teilen des Persischen Golfs die Herausforderungen und Chancen wider, die der regionalen Diplomatie bevorstehen. Angesichts der aktuellen Bedingungen erscheint internationale und regionale Zusammenarbeit zur Wahrung der Sicherheit und Stabilität in dieser lebenswichtigen Region als notwendig.
Mehr lesen: Iran und die Golfstaaten sprechen in Oman über das Hormus-Abkommen · Die Luftwaffe von Kuwait hat Raketen- und Drohnenangriffe nach Bedrohungen durch Iran abgewehrt




