Private Schulen im Iran haben in den letzten Jahrzehnten ihren Anteil erhöht und stehen nun unter dem wirtschaftlichen Druck, der insbesondere die mittleren Einkommensschichten betrifft. In den letzten Jahren sind die Lebenshaltungskosten erheblich gestiegen, was zu einem Anstieg des Anteils der Schüler an privaten Schulen geführt hat.
Zunahme des Anteils der Schüler an privaten Schulen
Daten zeigen, dass der Anteil der Schüler an privaten Schulen von 11,4 Prozent im Schuljahr 1395-1396 auf 14 Prozent im Schuljahr 1401-1402 gestiegen ist und derzeit auf etwa 15 Prozent angestiegen ist. Dies geschieht, während die Studiengebühren in diesen Schulen stark gestiegen sind und im Schuljahr 1404-1405 die Obergrenze der Studiengebühren für Grundschulen 91 Millionen Toman, für die erste Sekundarstufe 95 Millionen Toman und für die zweite Sekundarstufe 145 Millionen Toman erreicht hat.
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Wirtschaftliche Herausforderungen und Schulwahl
Die hohen Studienkosten an privaten Schulen haben einige Familien trotz des finanziellen Drucks gezwungen, ihre Kinder weiterhin an diesen Schulen zu unterrichten. Viele Familien suchen trotz finanzieller Sorgen weiterhin nach einer besseren Bildungsqualität und einem anderen kulturellen Umfeld. Die Wahl privater Schulen bedeutet für diese Familien den Zugang zu kleineren Klassen, besseren Einrichtungen und einer Übereinstimmung mit ihren sozialen Werten und Erwartungen.
Studien zeigen, dass einige Eltern aufgrund von Skepsis gegenüber öffentlichen Schulen und der Sorge um überfüllte Klassen und die Qualität der Bildung private Schulen wählen. Diese Entscheidung bedeutet insbesondere für die städtische Mittelschicht den Versuch, sich von der erzieherischen und ideologischen Atmosphäre der öffentlichen Schulen zu distanzieren. Dennoch unterliegen private Schulen auch der Aufsicht des Ministeriums für Bildung und folgen den Zielen und Programmen dieses Ministeriums.
Geschichte der Wahl privater Schulen
Die Wahl von Schulen basierend auf den Werten der Familie ist ein altes Phänomen im Iran. Im 20. Jahrhundert waren private und ausländische Schulen im Iran beliebt, und viele Familien der Mittelschicht und wohlhabenden Schichten zogen sie öffentlichen Schulen vor. Trotz der Einschränkungen nach der Revolution von 1357 wurde 1367 das Gesetz zur Gründung von Non-Profit-Schulen verabschiedet, und die private Bildung kehrte wieder ins Bildungssystem zurück. Dieser Trend zeigt das Bestreben der Familien, ein anderes kulturelles Umfeld und eine bessere Bildungsqualität zu schaffen.
Dennoch kann das Wachstum privater Schulen nicht nur auf das Bestreben der Familien nach einem anderen kulturellen Umfeld zurückgeführt werden. Die Sorge um die Bildungsqualität und die Überfüllung der Klassen in öffentlichen Schulen spielt eine wichtige Rolle bei den Entscheidungen der Familien. Einige Familien betrachten private Schulen trotz finanzieller Belastungen weiterhin als eine sicherere Option für die Zukunft ihrer Kinder.
Schließlich bleibt die wichtige Frage, wenn der Anteil privater Schulen unter wirtschaftlichem Druck gestiegen ist, wer weiterhin die Möglichkeit hat, dort zu bleiben, und auf was sie für dieses Verweilen verzichtet haben? Dieses Thema erfordert weitere Untersuchungen zur wirtschaftlichen Situation der Familien und zur Veränderung der sozialen Zusammensetzung der Schüler.
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