Das Salalah-Treffen in Oman findet unter Bedingungen statt, in denen die Straße von Hormuz seit über sechs Monaten praktisch blockiert ist und der Preis für Brent-Öl auf 105 Dollar pro Barrel gestiegen ist. Dieses Treffen wird von Maskat organisiert und gilt, falls es stattfindet, als das erste offizielle und direkte Treffen der Außenminister der sechs Mitgliedsstaaten des Golf-Kooperationsrates mit dem Außenminister des Iran seit Beginn der militärischen Konflikte in der Region.
Bedeutung des Salalah-Treffens und der Krise in der Straße von Hormuz
Hussein Ajorlou, Mitglied der Fakultät der Internationalen Universität Allameh Askari und Analyst für internationale Sicherheit, sagte zu diesem Treffen, dass das Ziel der Veranstaltung darin besteht, die Unterstützung der Anrainerstaaten für ein vorläufiges Abkommen zur Regelung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormuz zu gewinnen. Die Straße von Hormuz, als die wichtigste Wasserstraße für den Transit von Öl, Erdgas und einigen Grundgütern weltweit, ist nach dem Beginn der militärischen Angriffe der USA und Israels auf den Iran praktisch blockiert. Washington hat versucht, den freien Schiffsverkehr durch die Verhängung einer maritimen Blockade und Druck auf Teheran wiederherzustellen, während die Beamten der Islamischen Republik Iran betonen, dass sie die Souveränität und Kontrolle über diese Straße aufrechterhalten werden.
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Im Juni wurden die Hoffnungen mit der Unterzeichnung eines Memorandums zwischen Iran und den USA neu belebt; ein Memorandum, das einen Waffenstillstand für 60 Tage verlängern und den schrittweisen Wiederaufbau der Straße von Hormuz einleiten sollte. Doch dieses Memorandum hielt nicht lange, und die Differenzen über den Schiffsverkehr in der Straße von Hormuz traten wieder auf. Diese Differenzen lösten einen Zyklus zunehmender gegenseitiger Angriffe zwischen beiden Seiten aus, der bis heute anhält.
Vorläufige Vereinbarung und diplomatische Überlegungen
Teheran und Maskat haben in den letzten Monaten angekündigt, dass sie dabei sind, eine vorläufige Vereinbarung abzuschließen, wonach Schiffe durch die Gewässer des Iran in die Straße von Hormuz einfahren und hauptsächlich über die Gewässer Omans aus dieser Wasserstraße ausfahren sollen. Es scheint jedoch, dass eine solche Vereinbarung allein nicht ausreicht, um die Straße vollständig wieder zu öffnen, und letztendlich müssen Iran und die USA eine Einigung über ein Abkommen erzielen. Diese Tatsache erhöht die Bedeutung des Salalah-Treffens, das die Grundlage für die Einbindung der Anrainerstaaten in die vorläufige Vereinbarung zwischen Iran und Oman und den kollektiven Druck auf Washington zur Rücknahme seiner aggressiven Haltung bilden könnte.
Die Mitgliedsstaaten des Golf-Kooperationsrates, darunter Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Kuwait, Bahrain und Oman, haben eine doppelte Haltung gegenüber der Krise in Hormuz eingenommen. Einerseits sind diese Länder als Gastgeber und Teil der logistischen Versorgungskette der USA im Krieg Ziel von Raketen- und Drohnenangriffen des Iran und haben daher ernsthafte Sicherheitsbedenken. Andererseits sind diese Länder stark von der Wiedereröffnung der Straße von Hormuz abhängig, da ihre Energieexporte über diesen Weg erfolgen.
Die grundlegenden Differenzen zwischen Iran und den Golfstaaten, einschließlich der Erhebung von Gebühren für maritime Dienstleistungen, stellen ein rechtlich-strategisches Problem dar. Die Position des Iran basiert auf dem Verweis auf die Rechte der Küstenstaaten gemäß dem Seerechtsübereinkommen, während die Golfstaaten besorgt über die Festigung der Managementrolle des Iran in der Straße von Hormuz sind.
Die Position der USA ist ebenfalls eine der Schlüsselvariablen zur Bestimmung des Schicksals des Salalah-Treffens. Angesichts der jüngsten Entwicklungen und der Veränderung der Haltung der Golfstaaten könnte dieses Treffen als Gelegenheit zur Spannungsbewältigung und zur Schaffung eines Rahmens für Stabilität in der Region angesehen werden.
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