Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, kündigte in ihrer jährlichen Rede im Europäischen Parlament in Straßburg, Frankreich, den Beginn des Prozesses an, Kanada zum ersten assoziierten Mitglied der Europäischen Union zu machen. Diese Position wird neu gestaltet und reagiert auf Kanadas Bestreben nach engeren Verbindungen zur Europäischen Union.
Antwort auf globale Herausforderungen
Von der Leyens Äußerungen fielen zusammen mit der Anwesenheit von Mark Carney, dem Premierminister von Kanada, bei diesem Treffen. Carney hatte einige Tage zuvor auf die Möglichkeit einer "assoziierten Mitgliedschaft" mit der Europäischen Union hingewiesen. Von der Leyen betonte weiter, dass "Partnerschaften eine strategische Wahl für Europa sind" und hob die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit in einer herausfordernden und wettbewerbsintensiven Welt hervor.
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Sie sagte: "Wir sehen die Welt mit einem Auge: von künstlicher Intelligenz bis zum Klimawandel, von der Arktis bis zur Geopolitik. Und wir stehen zusammen: in Bezug auf die Ukraine, Verteidigung, Rohstoffe und Lieferketten. Aber das Wichtigste ist ... Europa und Kanada glauben an die Demokratie."
Innere und globale Herausforderungen
Von der Leyen verwies auf die herausfordernde Lage, in der Europa sich befindet, und forderte die Schaffung einer unabhängigen und starken Union im Angesicht einer "offensichtlich feindlichen" Welt. Sie sagte: "Ein territorialer Krieg findet auf unserem Kontinent statt, und andere Kriege haben in unserer Nähe begonnen. Diese Kriege führen zu industriellen Wettbewerben und Kämpfen um Narrative, die das Vertrauen in Europa untergraben."
Sie betonte auch die Notwendigkeit, die Unabhängigkeit Europas in verschiedenen Bereichen, einschließlich Energie und Rohstoffen, zu wahren. Von der Leyen erklärte, dass die Europäische Union immer noch zu 80 Prozent von China für viele kritische Rohstoffe abhängig ist, und fügte hinzu: "Wir müssen dringend unsere Vorräte beschaffen und aufbauen. Kein Land kann dies alleine tun; daher müssen wir anders denken."
Eine Zukunft, die von der Bewältigung von Herausforderungen abhängt
Die Präsidentin der Europäischen Kommission betonte auch, dass die Zukunft der Europäischen Union davon abhängt, wie die Herausforderungen des Klimawandels und der künstlichen Intelligenz bewältigt werden. Sie versprach, ein neues Programm zur Bekämpfung der Hitzewelle und zur Förderung der Entwicklung von künstlicher Intelligenz in Europa vorzustellen.
Von der Leyen schlug zudem neue Einschränkungen für den Zugang von Kindern unter 13 Jahren zu sozialen Netzwerken vor. Als Mutter von sieben Kindern betonte sie die Bedeutung des Schutzes von Kindern vor den negativen Auswirkungen großer Technologien.
Diese Rede, die als umfassender Bericht über den Zustand der Europäischen Union und ihre Herausforderungen präsentiert wurde, zeigt den Willen Europas, engere Beziehungen zu Kanada und anderen Ländern im Hinblick auf die Bewältigung globaler Herausforderungen aufzubauen.
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