Die jüngsten Fortschritte der Houthi im Jemen, insbesondere die Eroberung strategischer Gebiete in der Nähe der Bab-el-Mandeb-Straße, haben Saudi-Arabien schwer getroffen und zeigen die Mängel in der Informations- und Militärunterstützung dieses Landes für seine jemenitischen Verbündeten. Diese Entwicklungen verdeutlichen auch die Unfähigkeit Saudi-Arabiens, die notwendige Unterstützung von seinen Verbündeten zu gewinnen, sowie die Einschränkungen der militärischen Unterstützung durch die Vereinigten Staaten.
Analyse der militärischen Situation
Die Fortschritte der Houthi an den Küsten des Roten Meeres und die Eroberung von Inseln am Eingang der Bab-el-Mandeb-Straße, die eine der lebenswichtigen Routen für die weltweite Ölversorgung darstellt, setzen Saudi-Arabien stark unter Druck. Beamte und Analysten sagen, dass dieser Fortschritt auf mehrere Faktoren zurückzuführen ist, darunter tiefgreifende Konflikte zwischen den anti-Houthi jemenitischen Gruppen, die unerfahrene Kommando-Struktur Saudi-Arabiens und die Unfähigkeit, effektive Luftunterstützung zu leisten.
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Ein Diplomat sagte, dass die Houthi langsam etwa 100.000 Kämpfer mobilisiert haben, was erheblich mehr ist als die gegnerischen Kräfte. Dieser Diplomat fügte hinzu: "Alle, einschließlich der Saudis, haben diese Truppenansammlung ignoriert und die Absichten der Houthi falsch eingeschätzt."
Militärische und politische Konsequenzen
Die Niederlage der von Saudi-Arabien unterstützten Kräfte gegen die Houthi hat nicht nur zur Eroberung von Land geführt, sondern auch zu einem erheblichen Vorrat an fortschrittlichen amerikanischen und saudischen Waffen, die während des Rückzugs zurückgelassen wurden. Diese Vorräte könnten die militärischen Fähigkeiten der Houthi stärken und wertvolle Informationen über die Ausrüstung des Feindes liefern.
In diesem Zusammenhang ist der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman nach Kairo gereist, um eine Lösung für diese Krise zu finden. Laut regionalen Quellen hat Riad Ägypten um Unterstützung bei Operationen im Roten Meer gebeten, während das ägyptische Außenministerium auf Anfragen zur Bestätigung dieses Themas nicht reagiert hat.
Analysten glauben, dass die Houthi diese Situation nutzen, um Druck auf Saudi-Arabien auszuüben, um breitere politische Bedingungen zu akzeptieren. Diese Bedingungen umfassen die Aufhebung der Beschränkungen für den Hafen von Hodeidah und den Flughafen Sanaa, die Entschädigung für Kriegsschäden und die Reduzierung der Unterstützung für die jemenitische Regierung.
Ein Beamter aus dem Golfraum erklärte, dass Saudi-Arabien nun mit einer Reihe von begrenzten Optionen konfrontiert ist. Den Houthi zu erlauben, ihre Fortschritte zu festigen, könnte taktische Siege in strategischen Einfluss umwandeln, während eine umfassendere militärische Antwort zu tiefergehenden Angriffen innerhalb Saudi-Arabiens führen könnte.
Überregionale Herausforderungen
Die Kontrolle über die Gebiete rund um die Bab-el-Mandeb-Straße, die zwischen Jemen und den afrikanischen Küsten liegt, könnte den Einfluss der Houthi in der Region erhöhen und ihre logistischen und Schmuggelnetzwerke stärken. Diese Bedingungen, insbesondere in Verbindung mit dem Einfluss Irans auf die Straße von Hormus, geben Teheran und seinen Verbündeten mehr Macht an zwei entscheidenden maritimen Punkten.
Saudi-Arabien sieht sich ernsthaften Herausforderungen in seiner Außenpolitik gegenüber. Die Strategie des Landes, die Region durch die Aufnahme von Beziehungen zu Iran zu stabilisieren, ist seit Beginn des Krieges zwischen den USA und Iran ins Wanken geraten. In dieser Situation zeigt das Fehlen westlicher militärischer Hilfe im Jemen und die Unfähigkeit, Unterstützung von Verbündeten zu gewinnen, die Einschränkungen Saudi-Arabiens in einem Moment tiefgreifender Verwundbarkeit deutlich auf.
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