Antony Blinken, der ehemalige US-Außenminister, äußerte sich zur aktuellen Situation des Krieges zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran und dessen Auswirkungen auf die Anrainerstaaten des Golfes. Er wies auf die sicherheitspolitische und wirtschaftliche Lage dieser Länder hin und erklärte, dass sie nun nach Gesprächen mit dem Iran und einer Einigung streben.
Sicherheitsberechnungen in den Golf-Arabischen Staaten ändern sich
Blinken stellte fest: „Die Anrainerstaaten des Golfes haben erkannt, dass die Vereinigten Staaten sie nicht unbedingt verteidigen können“ und haben sich daher dem Weg des Dialogs und der Einigung mit Teheran zugewandt. Er betonte, dass diese Veränderung in der Haltung der arabischen Staaten aus den jüngsten Kriegserfahrungen und deren Folgen für die Sicherheit und Wirtschaft dieser Länder resultiert.
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Er wies weiter darauf hin, dass zur Überwindung der aktuellen Sackgasse eine diplomatische Einigung mit dem Iran erzielt werden muss, was bedeuten könnte, dass die Vereinigten Staaten Teheran einige Zugeständnisse machen. Blinken forderte auch ein sofortiges Ende des Krieges gegen den Iran und betonte, dass militärische Maßnahmen keine geeignete Lösung im Umgang mit Teheran sind.
Die Kosten des Krieges für die Golf-Arabischen Staaten
Der Krieg gegen den Iran hat den Golf-Arabischen Staaten hohe Kosten auferlegt. Berichten zufolge ist die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Energie-Transportwege, aufgrund dieses Krieges von einem drastischen Rückgang des Schiffsverkehrs betroffen. Diese Situation hat auch die Transport- und Versicherungskosten erhöht.
Zum Beispiel hat Katar stark gelitten, und die LNG-Exporte dieses Landes sind in den ersten sechs Monaten des Krieges um 96 Prozent gesunken. Auch das saudische Regime sieht sich mit einem Rückgang der Ölproduktion von 11 Millionen Barrel pro Tag auf 6 bis 6,2 Millionen Barrel pro Tag konfrontiert.
Diese Entwicklungen zeigen, dass die Golf-Arabischen Staaten aufgrund der hohen Kriegskosten nach Wegen suchen, ihre wirtschaftliche und sicherheitspolitische Lage zu verbessern, und versuchen, mit dem Iran zu verhandeln. Zudem streben einige arabische Beamte an, einen regionalen Sicherheitsrahmen mit Beteiligung des Iran zu schaffen, der zur Stabilität und Sicherheit in der Region beitragen könnte.
Es ist erwähnenswert, dass diese Veränderung in der Haltung der Golf-Arabischen Staaten gegenüber dem Iran in einem Kontext stattfindet, in dem sie weiterhin umfangreiche Beziehungen zu den USA pflegen. Doch der jüngste Krieg und dessen Folgen haben die sicherheitspolitischen Berechnungen dieser Länder komplizierter gemacht und sie dazu veranlasst, über neue Lösungen für die regionale Sicherheit nachzudenken.
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